Klassische Massage / Sportmassage

 

Der Muskulatur als aktiver Bewegungsapparat sollte viel Aufmerksamkeit entgegengebracht werden.

Die Massage gehört zu den ältesten Heilmethoden in der Menschheitsgeschichte. Je nach Anwendung kann man die Muskulatur entspannen oder tonisieren. Sie wirkt positiv auf die Psyche und reflektorisch auch auf die inneren Organe. Durch Massage werden auch Verklebungen gelöst, die für eine Bewegungseinschränkung verantwortlich sein können.

Jeder, der einmal eine Verspannung gehabt hat weiß, wie schmerzhaft das sein kann. Bewegungen sind eingeschränkt, bei Druck auf die verspannten Stellen könnte man die Decke hochgehen!

Stellen Sie sich vor, Sie bekommen nun auch noch einen Sattel auf den verspannten Rücken und weil Sie vor Schmerzen unrittig werden, kommt dann auch noch der Schlaufzügel drauf, der die Verspannung und die Schmerzen multipliziert, weil er von Ihnen Bewegungen verlangt, die in diesem Moment schier unmöglich sind!

Wird eine Verspannung nicht behandelt, kann sich daraus ein Muskelhartspann und Myogelosen bilden.
Der Muskel erleidet eine Unterversorgung an wichtigen Mineralstoffen, Aminosäuren, Spurenelementen usw.  durch die Minderdurchblutung. Hinzu kommt, dass Stoffwechselabbauprodukte nicht abtransportiert werden können.
Kann ein Muskel seine Arbeit nicht verrichten, wirkt sich dieses auch negativ auf die Gelenke aus.
Außerdem müssen andere Muskeln und Muskelgruppen die Arbeit übernehmen, die nicht hundertprozentig von der Natur dafür vorgehsehen waren. Diese Muskulatur arbeitet somit kompensatorisch. Das Muskelbild des Pferdes sieht dann unharmonisch aus, eine gute Oberlinie fehlt, falsche Muskulatur hat sich aufgebaut.
Dies kann auch passieren, wenn man sein Pferd dauerhaft über die Belastungsgrenze hinaus fordert.
Verspannte Muskulatur kann man nicht aufbauen, sie verkümmert förmlich.

Haupteinfluß der Massage:

Fördert die Durchblutung
Fördert den Abfluß von Schlackenstoffen
Fördert die Geschmeidigkeit der Muskulatur
Kann die volle Beweglichkeit wiederherstellen
Wirkt positiv auf die Psyche und senkt Stresshormone
Löst Verklebungen
Löst Blockaden
Verbessert die Leistung
Erhöht die Leistungsbereitschaft
 

Bei folgenden Erkankungen/Symptomen darf eine Massage nicht durchgeführt werden:

Fieber
Infektionen der Haut (z.B. durch Pilze)
akute Verletzungen oder Schwellungen / Frakturen
Tumore
Entzündungen der Nerven
Herzschwäche / alte und geschwächte Pferde
Thrombosen

Folgende Nebenwirkungen können auftreten:

Die Massage kann vorübergehend schmerzempfindlicher machen, was das Bewegungsbild kurzfristig verschlechtern kann. Das sollte nicht beängstigen, sondern gehört je nach Schweregrad der Verspannung zum Heilungsprozess.
Werden viele alte Schlackenstoffe gelöst, kann es in schwereren Fällen zum vorübergehenden Temperaturanstieg kommen.
Ihr Pferd kann in den folgenden Tagen müde sein.
All diese Begleiterscheinungen treten nur in den ersten 1-3 Tagen ( falls überhaupt ) auf. Bei den folgenden Massagebehandlungen sollten sie geringer werden oder gar nicht mehr auftreten.
Für die Massage benutze ich zur Unterstützung großer Muskelpartien den Massageroller "Blue Magic", der vom Deutschen Institut für Pferdeosteopathie (DIPO) mitentwickelt worden ist und eine Entspannung der Muskulatur auch in die tieferen Schichten ermöglicht.

Um einen dauerhaften Erfolg zu verzeichnen, sollte eine Massage je nach Fall 5 bis 10 mal erfolgen.
Gerade in der Turniersaison kann man somit nicht nur die Muskulatur gesundherhalten sondern auch die Leistung steigern.