Bewegungseinschränkungen bzw. Läsionen können ihren Ursprung in den Gelenken, Sehnen, Muskeln, Eingeweiden, Bindegewebe usw. haben, aber auch psychische/seelische Blockaden sind nicht selten.
Bei vielen Pferdebesitzern hat sich die Vorstellung von ausgerenkten oder herausgesprungenen Wirbeln eingeprägt. Dies ist aus anatomischer Sicht unwahrscheinlich, da die Wirbel untereinander so miteinander verbunden sind, daß sie sich praktisch nur wenige Milimeter verschieben können. Das allein kann schon zu Bewegungseinschränkungen führen. Nur sehr schwere Traumen könnten einen Wirbel wirklich herausspringen lassen, was allerdings führ das Pferd aufgrund der Verletzungen am Rückenmark tödliche Folgen haben würde.
Vielmehr kommt die Bewegungseinschränkung durch die Muskulatur, die sich verspannt, dadurch verkürzt und somit dem Pferd eine harmonische und losgelassene Bewegung nahezu unmöglich macht.
Diese Verkürzung in der Muskulatur der Gelenke und Wirbel kommt in der Regel durch eine Überlastung oder Überdehnung. Der Schutzmechanismus der Muskulatur setzt ein, um weitere Läsionen des Gelenkes zu verhindern.
Man kann sich also vorstellen, daß ein ruckartiges "Einrenken" eher von Nachteil sein kann.
Vielmehr ist hier sanfte Moblisierungstechniken Dehnung angebracht, um die Beweglichkeit wieder herzustellen.
Somit werden die Pferde sanft aber effektiv und nachhaltig behandelt und ein Ausleiern der Bänder wird vermieden.
Läsionen, die schon lange bestehen, klingen natürlich nicht sofort ab. Zum einen, weil Genesung einfach Zeit braucht und zum anderen, weil die Pferde eine Umgewöhnung durchmachen und anfangs noch die alten Bewegungsmuster und Schmerzen in ihrer Erinnerung haben.
Auch ist die anschließende Bewegungstherapie wichtig für die Prävention weiterer Verspannungen.